TERMINE FÖRDERVEREIN ANFAHRT IMPRESSUM KONTAKTDATENSCHUTZ
 
 
ZURÜCK ZU
AKTIVITÄTEN UND
PRESSEBERICHTE
Abtanzen statt Mathe machen

WAZ 28. Mai 2013

Löwental. Fetzige Musik schallt durch die Sporthalle im Löwental - die Tribünen sind gut besetzt, auf dem Spielfeld herrscht ein ziemliches Gewusel. Letzte Vorbereitungen, gleich geht es los - mit dem großen Tanzfest der Essener Grundschulen.

40 Tänze aufgeteilt auf vier Durchgänge an zwei Veranstaltungstagen präsentierten die 26 teilnehmenden Schulen. Aus Werden ist die Ludgerusschule am Start, aus Bredeney die Graf-Spee-Schule und aus Kettwig die Schule an der Ruhr.

Üben, bis der Moonwalk sitzt

Wochenlang haben sich die Schulkinder im Sportunterricht oder in den Arbeitsgemeinschaften des Offenen Ganztages auf ihren Auftritt vorbereitet und die zum Teil aufwändigen Choreographien einstudiert. Das Tanzfieber ließ die Kinder auch in ihrer Freizeit nicht los. „Ich habe mir zu Hause bei YouTube Videos von Michael Jackson angeguckt und immer geübt, bis ich den Moonwalk konnte“, erzählte Arne von der Schule an der Ruhr, der mit seiner Klasse zu „Thriller“ Szenenapplaus bekam.

Auch die Kinder der Stiftsschule übten ihren Jumpstyle zusätzlich noch in Eigenregie. Die Darbietungen waren auch dieses Mal ausgesprochen abwechslungsreich. Es gab Folklore aus unterschiedlichen Ländern, altertümliche Tanzformationen zur Musik von Mozart und natürlich Choreographien zur aktuellen Musik aus den Charts.

Besonders groß war die Begeisterung, wenn Tänze zum Mitmachen auf dem Programm standen. Besonders der Gangnam Style sorgte für prächtige Stimmung. Der Funke sprang auch auf die Tribüne über, die Eltern hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen und sie tanzten auf den Rängen einfach mit.

„Das war heute ein besonderer Schultag für die Kinder. Auch wenn Mathematik und Deutsch nicht auf dem Stundenplan standen, haben die Kinder eine Menge Erfahrung gemacht“, sagt Michael Schwarz. Er ist Berater im Schulsport und moderierte das Tanzfest. „Alle Kinder haben heute Konzentrationsfähigkeit bewiesen und sich angestrengt.“ Er hofft: „ Vielleicht können diese Tugenden demnächst noch häufiger im schulischen Alltag abgerufen und auf andere Lernsituationen übertragen werden.“

Von Unterrichtsausfall könne also nicht gesprochen werden - das war auch die einhellige Meinung der Eltern. Für die Viertklässler war dies die letzte Teilnahme am Tanzfest, aber viele Kinder der unteren Jahrgänge sind sicherlich 2014 wieder dabei.