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In der Weststadthalle viel Neues

Ludgerusschule feierte die 100 mit rauschendem Kulturprogramm

Werdener Nachrichten 23.Mai 2014

Gesungen wird oft bei einem Jubiläum, aber selten so frisch und mitreißend wie bei 100 Jahren Ludgerusschule! Eine Schulband mag  man auch bei solchen Gelegenheiten hören, aber selten so kess und rhythmisch! Ein Film* zu so einem Anlass dürfte eine absolute Rarität sein, ein so guter und vergnüglicher wohl eine Einmaligkeit. Dass dann auch noch die Geschichte und das Gemeinsame getanzt wurde und das von einem Generationen übergreifendem Ensemble, krönte ein unnachahmliches Fest.


Mehrere Generationen tanzten gemeinsam und die Älteren beileibe nicht nur sitzend

Zu einem Pink Floydt-Cover lebte die Hippie Zeit nochmal auf

Schon vor dem offiziellen Start zeigte sich, dass die Weststadthalle diesem Fest eine ganz besondere Atmosphäre verleihen würde. Sie bot nicht nur die professionellen Möglichkeiten und den Platz, der in Werden allenfalls in der Neuen Aula zu finden gewesen wäre, sie bot mit ihrer breiten Bühne die idealen Möglichkeiten.

Selbst Schulleiterin Lis Vincenz wirkte bei ihrer Begrüßung dort nicht verloren,
selbst als sie klarmachte, dass mit sechs- bis achttausend Schülern dieses Gebäude ein Werdener Jahrhundert mit geprägt hat, und sie erläuterte, warum das Vorbereitungsteam sich für diese Form ohne Reden und damit eine Matinee für Jung und Alt entschieden hatte. Es wuchs eine Gemeinschaft in diesem alten Industrieraum zusammen.

Von der großen Schar der Kinder mit dem Geburtstagslied begrüßt sangen am Schluss alle gemeinsam: Gäste, Ehemalige, Lehrer, Eltern und Kinder zum Klavierspiel von Yaromyr Bozhenko und leiteten damit in den gemütlichen Teil über.

Gemütlich auf Stühlen hatten die Senioren der Tanzgruppe begonnen, die extra zu diesem Anlass zusammengestellt worden war und monatelang geübt hatte. Es wirkten mit vom Bewegungskindergarten Pusteblume über die Ludge-russchüler, Eltern, Bewohner der Stiftung St. Ludgeri bis hin zu Ehemaligen.

Es hatte sich gelohnt: Erika Pico führte mit ihrem Stück „Zusammenfinden - gemeinsam sein“ durch ein Jahrhundert, setzte Akzente und schuf mit ihrer Choreographischen Assistentin Tanja Berg poetische, verblüffende und mit reißende Momente: Vor der Schulzeit, Spiel, Träume, Busfahrten, Sport, strenge Klassen, Hippiezeiten und die Beats der heutigen Tage, gut unterstützt von Donatu Aru, ergaben ein zusammenhängendes Tanzstück, dass nicht nur auf der Bühne den besonders weiten Altersbogen spannte, sondern auch den jüngsten bis ältesten Zuschauern etwas sagte.

Fast noch verblüffender war, dass dem hochprofessionellen Film von Markus Dassel das in gleichem Maße gelang. Seine nahen und intensiven Perspektiven sprachen hörbar sofort auch die Jüngsten an: Mitten ins Schulleben. Die kurzen und doch inhaltsvollen Interviews, unter anderem mit jenem Friedrich Rose, der auch als Tänzer dabei war, beleuchteten ganz verschiedene Zeiten; fast ein Dialog von Schüler Jörg Kinzius und Lehrer Hagenbucher über eine Pädagogik, bei der die Schüler ihre Informationen selber holen durften. Beseelt war die Erinnerung an den verstorbenen Rektor Manfred Erlemann; „der den Schülern ein Freund war.“ Dementsprechend tosend war der Applaus, und die Schüler skandierten durch aus mit Witz jene „Zugabe-Rufe“, die ihnen bei der Schulband ein mitreißendes „We will rock you“ beschert hatten.

Einfühlsam hatte Markus Bögershausen jedes Mitglied der Schulband bei seinem Können abgeholt und die wechselnden Besetzungen zu einem hörenswerten Bandcorso gefügt, der sich stilsicher durch Jahrzehnte der Popmusik spielte und vor allem sang. Ja, das war die perfekte Mitspielwelle mit einem Schwung der leicht ins nächste Jahrhundert trägt.


Die Band

Das komplette Tanzensemble nahm großen Applaus entgegeg

Mehr über die Geschichte und weiteres aus den gesammelten Erinnerungen wird es beim Schulfest geben, das am 21. Juni stattfindet.

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